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RABBIT - Radnabenantrieb ohne Bremse / Bremswiderstand integriert in Thermomanagement

Die Elektromobilität ist motiviert durch die Re­duk­tion der Emis­sio­nen, mög­lichst Well-to-Wheel. Hierfür muss die Ge­samt­effizienz des Fahr­zeugs erhöht werden. Elektro­fahr­zeuge mit Rad­na­ben­an­trie­ben bieten erstmalig die Chance, Fahr­zeuge ohne ein me­cha­ni­sches Rei­bungs­brems­sys­tem an der Hin­ter­achse zu rea­li­sie­ren und damit Fein­staub­emission zu re­duzieren.

Zwei Rad­na­ben­an­trie­be stellen die not­wen­di­ge Brems­leis­tung ge­ne­ratorisch bereit. Sie erlauben gleich­zeitig eine rad­indi­vi­duelle Re­ge­lung des Dreh­mo­ments, was Voraus­set­zung für zulassungs­re­le­van­te Fahr­dy­na­mik­regel­sys­teme ist. Um die an­fal­len­de Brems­ener­gie zu jedem Zeit­punkt sicher auf­neh­men zu können, ist eine al­ter­na­ti­ve Ener­gie­sen­ke er­for­der­lich. Hier­für wird ein elektro­ther­mi­scher Re­ku­pe­ra­tor, aus­ge­führt als Brems­wi­der­stand, ein­ge­setzt. Er erlaubt die Nutzung der Brems­ener­gie auch bei für das Batterie­system un­güns­ti­gen Um­ge­bungs­be­din­gun­gen bzw. La­de­zu­stän­den. Durch Be­reit­stel­lung der re­ku­pe­rier­ten Energie für das Ther­mo­ma­na­ge­ment des Ge­samt­fahr­zeugs wird ein Bei­trag zur Erhöhung der Reich­weite geleistet.

Die Heraus­for­de­rung beim voll-re­ku­pe­ra­ti­ven Brem­sen liegt in der Er­füllung ge­setz­li­cher Zu­lassungs­be­stim­mun­gen und den noch stren­ge­ren An­for­de­run­gen der Fahr­zeug­her­stel­ler. Das Projekt­ziel des seit April 2015 vom BMWi geförderten und durch das DLR als Pro­jekt­trä­ger be­treu­ten For­schungs­pro­jekts RABBIT ist daher die Ent­wick­lung eines feh­ler­to­le­ran­ten und funktional sicheren elek­tri­schen An­triebs­strangs mit al­ter­na­ti­ver Ener­gie­sen­ke, der all diesen An­for­de­run­gen genügt und gleich­zei­tig eine voll­stän­di­ge elektrische und thermische Nutzung der beim Bremsen an­fal­len­den Energie ermöglicht.

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